Aus einem Interview

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CONCERTS

             June 20 Music salon in the Mirror Hall Oper Lemberg
Mai 18 Pietà with Valeriy Sokolov and INSO in Lemberg
      October 26 Valeriy Sokolov & Jovica Ivanovic in Hallein Austria
      November 18 & 19  Epithaphium (Premiere) Graz Philharmonic, O.Lyniv
      November 5 Jazztage Dresden Road Movie (Rhapsody Three)

PIANO MASTER CLASSES

 AUSTRIAN MASTER CLASSES 14-20 April 2019 Schloss Zell an der Pram
AUSTRIAN MASTER CLASSES 18-24 August 2019 Schloss Zell an der Pram

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Pietà - premiere / Pietà with the socre 
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CONCERTO for accordion and string orchestra Commissioned by Jovica Ivanovic
EPITAPHIUM for orchestra
"GeBeeth" Homage to L.v.Beethoven on his 250th Anniversary (2020) for string quintet
ARIOSO DOLENTE and FUGA from the piano sonata op.110 by L.v.Beethoven for string quintet

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LES FLEURS DU MAL "Disc of the Month"
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NEW SCORE EDITIONS

Ries & Erler Music Publishing Berlin

INTERVIEWS

Süddeutsche Zeitung vom 4. November 2015
Münchner Künstlerhaus Jourfixe-Blog

"THRENODY FOR THE VICTIMS IN UKRAINE" Multimedia project 

  Video / EUROMAIDAN PRESS / Евромайдан (русский) / FaceBook

 

 

 



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L. P.: Kann man heute noch von einer  typischen Tonsprache eines Komponisten sprechen und wie bestimmt sich eine solche Sprache heute?

V. G.: Jeder der großen Komponisten hatte eine eigene unverwechselbare Sprache, auch wenn viele dieser Sprachen innerhalb einer Stilrichtung lagen.
Heutzutage ist es meistens unmöglich einen Komponisten vom anderen zu unterscheiden. Schuld daran ist eine rein technische Herangehensweise an das Komponieren. Jeder Mensch ist ein Unikat, und wenn er sich selbst offenbart, mit all seinen Gefühlen und Gedanken, dann wird seine Musik zwangsläufig etwas Individuelles haben. Wenn er aber nur damit beschäftigt ist, dass alle ihn als ausreichend "modern", "zeitgemäß", "gegenwärtig" bewerten, wenn er nicht nach Ausdruck von seinem wahrem Ich strebt, sondern nur nach effektvollem und zeitgerechtem Äußeren, nach der heutige Mode alles Menschliche zu vermeiden, um einer neuen konzeptionellen Kunst zu entsprechen und damit gefällig zu sein - dann ist es kein Wunder, dass sich jeder jedem ähnelt: Es kann ja keine großen Unterschiede unter attraktiv glitzernden  Bonbonpapier-Sorten geben! Vor lauter Angst  als altmodisch abgestuft zu werden, wollen die meisten nicht erkennen, dass das, was früher modern und rebellisch war, heute längst zu einem abgestorbenen akademischen Dogma geworden ist.

L. P.: Wie würden Sie Ihre Komposition beschrieben? 

V. G.: Etwas über meine Musik zu sagen, fällt mir schwer. Eigentlich braucht nur solche Musik eine Beschreibung, die selbst nicht genug aussagekräftig ist. Wir leben in einer Zeit der „konzeptionellen“ Kunst: Das bedeutet, dass ein Kunstwerk aus eigener Kraft nicht viel bewirken kann; es ist ohne eine verwickelte, ausgeklügelte und pseudophilosophische Deutung kaum lebensfähig. Ein auffallender Titel, Erklärungen des Autors oder eines Kunstwissenschaftlers – das sind all die Krücken, auf denen sich ein Werk heutzutage zum Publikum schleppt. Die Kunst wird dadurch zur angewandten Kunst und zum Design, das oft nett und interessant, doch ziemlich sinn- und gefühlsentleert ist.  
Ich hoffe, dass sich die Menschen ohne Deutungen direkt von meiner Musik angesprochen fühlen.    

 

 

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