Aus einem Interview

Concerts:

  Association internationale Dimitri Chostakovitch  Paris 28 May 2017

Piano-Masterclasses:

  AUSTRIAN MASTER CLASSES 20-26 August 2017 Schloss Zell an der Pram

  AUSTRIAN MASTER CLASSES 25-31 March 2018 Schloss Zell an der Pram

  PIANO WORKSHOP 18-19 March 2017 Steinway Haus München

New CD:

LES FLEURS DU MAL by Amazon / Music Web International: "Disc of the Month"

New editions:

Ries & Erler Music Publishing Berlin

Interviews:

SZ 4. November 2015

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Multimedia project:

 THRENODY FOR THE VICTIMS IN UKRAINE Video / EUROMAIDAN PRESS (German) / Евромайдан (русский) / FaceBook

 

 

 



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L. P.: Kann man heute noch von einer  typischen Tonsprache eines Komponisten sprechen und wie bestimmt sich eine solche Sprache heute?

V. G.: Jeder der großen Komponisten hatte eine eigene unverwechselbare Sprache, auch wenn viele dieser Sprachen innerhalb einer Stilrichtung lagen.
Heutzutage ist es meistens unmöglich einen Komponisten vom anderen zu unterscheiden. Schuld daran ist eine rein technische Herangehensweise an das Komponieren. Jeder Mensch ist ein Unikat, und wenn er sich selbst offenbart, mit all seinen Gefühlen und Gedanken, dann wird seine Musik zwangsläufig etwas Individuelles haben. Wenn er aber nur damit beschäftigt ist, dass alle ihn als ausreichend "modern", "zeitgemäß", "gegenwärtig" bewerten, wenn er nicht nach Ausdruck von seinem wahrem Ich strebt, sondern nur nach effektvollem und zeitgerechtem Äußeren, nach der heutige Mode alles Menschliche zu vermeiden, um einer neuen konzeptionellen Kunst zu entsprechen und damit gefällig zu sein - dann ist es kein Wunder, dass sich jeder jedem ähnelt: Es kann ja keine großen Unterschiede unter attraktiv glitzernden  Bonbonpapier-Sorten geben! Vor lauter Angst  als altmodisch abgestuft zu werden, wollen die meisten nicht erkennen, dass das, was früher modern und rebellisch war, heute längst zu einem abgestorbenen akademischen Dogma geworden ist.

L. P.: Wie würden Sie Ihre Komposition beschrieben? 

V. G.: Etwas über meine Musik zu sagen, fällt mir schwer. Eigentlich braucht nur solche Musik eine Beschreibung, die selbst nicht genug aussagekräftig ist. Wir leben in einer Zeit der „konzeptionellen“ Kunst: Das bedeutet, dass ein Kunstwerk aus eigener Kraft nicht viel bewirken kann; es ist ohne eine verwickelte, ausgeklügelte und pseudophilosophische Deutung kaum lebensfähig. Ein auffallender Titel, Erklärungen des Autors oder eines Kunstwissenschaftlers – das sind all die Krücken, auf denen sich ein Werk heutzutage zum Publikum schleppt. Die Kunst wird dadurch zur angewandten Kunst und zum Design, das oft nett und interessant, doch ziemlich sinn- und gefühlsentleert ist.  
Ich hoffe, dass sich die Menschen ohne Deutungen direkt von meiner Musik angesprochen fühlen.    

 

 

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